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Der App-Zug ist Äpp-gefahren!

Autor Info's mit anzeigen Dezember 1st, 2010

Das Apps nicht mehr sind, als ein Krückstock für eine frühe Ära des mobilen Internet, sollte nun bald nicht nur der Generation Y, den digitalen Bürgern und schon lange nicht den Anhängern der digitalen Boheme klar sein. Somit sind die Apps tot.

Wirklich?

Was ist demnach die nächste Evolutionsstufe der „always on“ Generation im Zeitalter mobiler Datenflats und Bandbreiten jenseits der 7,32 Mbit/s?

Bereits im August regte Holger Schmidt (aka Netzökonom) eine überfällige Diskussion über den aktuellen Hype der Apps an. „Apps wird es nur so lange geben, bis die mobilen Browser leistungsfähiger und die Datenverbindungen schneller sind. Apps sind ein Übergangsphänomen", sagt Carsten Frien, Geschäftsführer von Madvertise…“

Die App-Entwicklung ist nicht ohne Hürden, sie ist abhängig vom Betriebssystem, vom Endgerät, von der Version des Betriebssystems und zu guter letzt vom App-Store auf der die Entwickler ihre Apps vertreiben möchten. Somit entstehen Hürden bei der Verbreitung der Apps. Viele Kunden kaufen sich in den letzten Tagen nach einen intensiven Smartphone Vergleich Ihr erstes Gerät. Der Absatz dieser mobilen Endgeräte boomt wie nie zuvor – „…endlich das erste Smartphone“.
Doch was geschieht in einigen Monaten oder Jahren? Die Kunden haben sich an Ihr Endgerät gewöhnt nutzen ihre Apps regelmäßig und wollen nun ein neues modernes Endgerät erwerben. Was geschieht mit den Daten die in den Apps gespeichert sind? Wie portiere ich Apps für ich Geld bezahlt habe? Fragen die zum Teil noch ungelöst bleiben und weitere Herausforderungen für die Zukunft der Apps sein werden.

Apple forciert massiv die Verbreitung von Apps und möchte keinesfalls davon abweichen. Zumindest ist dies nicht absehbar und passt nicht zu der aktuellen Strategie von Apple. Apple profitiert ungemein von seinem App-Store, da Apple aktuell 30% des Umsatzes von verkauften Apps für sich einstreichen kann. Zudem will Apple mit seiner Gerätestrategie das iUniversum vergrößern und den Kunden in allen Lebenslagen mit in seinen Bann ziehen. Dazu liefert Apple das iPhone für den mobilen Einsatz, das iPad zum Couchsurfing und zur Kontrolle des Apple-TVs, die Macs zum arbeiten, den iPod für Musikfans die nicht gleichzeitig telefonieren wollen usw.

Google hingegen verfolgt eine andere Strategie mit mobilen Apps. Die Entwicklungen im Office Bereich, der Versuch mit Wave und natürlich Android als mobiles Betriebssystem haben die Zielrichtung das mobile Internet (ach so – Neudeutsch: mobile Apps) Browserunabhängig, Betriebssystemunabhängig überall und zu jeder Zeit zu ermöglichen. Es ist also egal ob ich Anwendungen mobil oder stationär Verwenden möchte. Möglich machen dies Anwendungen die im Internet laufen und auf neuesten Technologien basieren.

Wenn Anwendungen tatsächlich von Überall mit jedem Endgerät genutzt werden können welche Hürden gibt es dann noch? Ach ja, wie soll ich „always on“ sein wenn es leider noch oft zu „always off“ kommt. Da wären wir wieder in der Gegenwart, das mobile Internet und seine Grenzen – die Verfügbarkeit von mobilem Internet ist noch nicht ausreichend vorhanden.

Marco Frodl in führt in seinem Beitrag zu Mobilen Web-Apps die Vorteile mobiler Apps auf:

- Modernes Javascript und CSS erlauben neue Funktionalitäten und ansprechendes Design
- Apps müssen nur noch einmalig und für eine Plattform entwickelt werden
- App Entwickler müssen nun nicht mehr mehrere Programmiersprachen kennen um für alle Plattformen entwickeln zu können.
- OpenSource Vorhaben wie PhoneGap ermöglichen Apps aus mobilen Webseiten mit einheitlichen Schnittstellen (Adressbuch, GPS, o.ä) zu den Endgeräten
- Die mobilen-Apps können sofort und ohne weitere Anpassungen in allen App-Stores vertrieben werden
Jetzt muss noch die letzten Hürden der mobilen Nutzung gelöst werden: Usability Usability Usability!

Apple hat revolutionär den Engeräteherstellern und der Mobilfunkbranche gezeigt wie ein Nutzer das mobile Internet einfach unkompliziert Nutzen kann – ich möchte sogar soweit gehen und sagen das es zu einem Erlebnis wurde (und immer noch ist!) mit einem iPhone im Internet zu surfen und Apps zu verwenden.

Apps bieten Momentan einfach einen großen Vorteil, die Nutzer müssen sich (oft) nicht darum kümmern ob sie „always on“ sind, denn Informationen werden sobald Internet verfügbar ist zwischengespeichert. Die gewünschten Informationen sind mit wenigen Klicks erreichbar und sind einfach zu bedienen. Die zeigt auch eine aktuelle Umfrage, die zu dem Schluss kommt: „Apps beliebter als Browser“ die ich in diese Richtung interpretiere.

Fazit:
Apps überbrücken die aktuellen Defizite
Sie werden noch eine Weile die „Sau die durchs Dorf getrieben wird“ sein. Jedoch sollte jeder, der eine nachhaltige App-Strategie plant und jetzt noch auf den App-Zug aufspringen möchte, sich gut überlegen ob dieser Zug nicht schon Äpp-gefahren ist oder es sich tatsächlich lohnt diesem hinterher zu laufen. Dabei sollte der Blick gleichzeitig sehr sorgfältig auf mobile Apps, also Internetseiten die App-Like gestaltet werden, richten und sorgfältig prüfen welchen Mehrwert ein App liefert. Die wichtigste Frage wird wie zu Zeiten des Portal-Hype (Content is King – viele Branchen versuchten sich im Contentgeschäft und scheiterten kläglich) sein: Was möchte ich dem Nutzer bieten? Wie kann ich dem Nutzer zugänglich machen? Wie möchte der Nutzer es verwenden? Und vor allem: Ist es intuitiv benutzbar?

Vereinheitlichte App Entwicklung
Es wird mit Sicherheit ein Rennen mindestens zwischen Apple und Google und somit werden die Entwickler sich zwischen mindesten zwei Plattformen, es könnten sogar noch mehr werden, entscheiden müssen. Entwickler wären nicht Entwickler wenn Sie dieses Dilemma nicht bald auflösen und selbständig für Vereinheitlichung sorgen. Projekte in diese Richtung gibt es.

Apps sind Neunziger
Apps werden sich zunehmend Wandeln, ich denke nicht das die Entscheidung zwischen Apps und ausschließlich mobilen Webseiten liegen wird. Eine Intelligente Verwendung der zur Verfügung stehenden Ressourcen muss erfolgen. Von einer ständig bestehenden Internetverbindung sind wir noch lange entfernt, aus diesem Grund muss dies ausgeglichen werden durch Cachen von Daten die ermittelt werden können sobald eine Verbindung besteht. Im besten Fall merkt der Benutzer gar nicht ob es „always on“ ist oder nicht, denn ihm stehen die nötigen Dienste, Informationen und Funktionalitäten „always“ zur Verfügung.

Location Based Services für iPhone, Android – Foursquare, Loopt, Yelp, Gowalla

Autor Info's mit anzeigen November 12th, 2009

Location Based Services – seit Beginn der mobilen Zukunft, die uns in Deutschland Ende der 90er Jahre bereits versprochen wurde, ist die Rede von Location Based Services (LBS). Es gibt bereits viele Konzepte die sich die Bestimmung des Aufenthaltsortes zu Nutzte machen. In jüngster Zeit vereinen neue Applikationen die Funktionen von Qype und Plazes mit einer spielerischen sozialen Komponente. Einige Beispiele dafür sind Foursquare, Loopt, Yelp, Gowolla.

Bei Foursquare können die Nutzer zu Bürgermeistern von Location werden, wenn sie diese häufig besuchen. Dadurch sollen die Nutzer zukünftig Vergünstigungen, wie zum Beispiel Freigetränke oder einen Rabatt auf die Rechnung, in diesen Lokalen erhalten. Die Nutzer sollen so angeregt werden und die Mundpropaganda gefödert werden. Foursquare ist seit Anfang 2009 online und hat schon 60.000 Nutzer.

Loopt verbindet die Informationen der Restaurants mit Empfehlungen und Erfahrungen der Community aus sozialen Netzwerken. Es sollen in der zukunft verschiedene Bewertungsplattformen aggregierte Informationen darstellen.

Yelp ist bereits seit 2004 auf dem Markt und wird von ca. 25 Millionen Nutzer pro Monat besucht. Insgesamt befinden sich auf Yelp 7 Millionen Empfehlungen. Seit jüngster Zeit gibt es auch eine App für das iPhone, den Blackberry und Android.

Gowalla bietet seinen Nutzer virtuelle Güter die man durch das Markieren von neuen Spots erhält. Umso mehr Spots man als neu markieren kann und umso öfter man die bereits angelegten besucht umso mehr virtuelle Güter kann man erhalten. Das Ziel ist es besser zu sein als seine Freunde. Die soziale Komponente spielt hierbei eine große Rolle.

Bei allen Anwendungen kann man sehen wo die eigenen Freunde sich aktuell aufhalten um sich spontan auf einen Kaffee oder ähnliches zu verabreden.

Natürlich bringt dieser Vorteil auch einen großen Nachteil mit sich und jeder muss sich selbst Fragen ob er wirklich möchte dass man jeder Zeit weiß wo man sich gerade aufhält.

Die ersten Beziehungen werden in die Brüche gehen. Hinterher wunder sich die Leute dann wieder über die Konsequenzen, wenn mit diesen neuen Möglichkeiten nicht bewusst und verantwortungsvoll umgegangen wird.

Augmented Reality auf den Smartphones wie iPhone, Android oder Symbian

Autor Info's mit anzeigen November 12th, 2009

Eine erweiterte Realität auf Grundlage von Geodaten bietet ein neuer Service, der für Smartphones angeboten wird. Augmented Reality steht für eine erweiterte Realität, und genau das bieten diese Applikationen. Eine im Gegensatz zu bisherigen Systemen, erweiterte Routenplanung ist ein Beispiel; eine solche wurde von der Mobilizy GmbH in Salzburg entwickelt und trägt den Namen Wikitude Drive. Das Live-Bild, welches die Kamera des Smartphones aufnimmt, wird mit zusätzlichen Hinweise in Abhängigkeit der Position des Gerätes und der Richtung, in die es gehalten wird, angezeigt . Möglich machen dies das eingebaute GPS-Modul für die Bestimmung der Position und ein eingebauter Kompass, mit dessen Hilfe die Richtung ermittelt werden kann, in die das Gerät gehalten wird.

Ein weiteres Beispiel, das aus selben Hause stammt ist, Wikitude. Damit ist es möglich, Hinweise zu seiner Umgebung zu erhalten. Befindet sich ein Objekt – z.B. ein Schloß – in der Nähe und man möchte weitere Informationen dazu erhalten, muss der Nutzer lediglich das Objekt mit Hilfe der Smartphone-Kamera im Smartphone-Display erscheinen lassen. Sofern Informationen in den angebundenen Quellen von Wikitude vorhanden sind, werden diese angezeigt. Wikitude nutzt aktuell als Datenbasis Qype (eine Plattform die nutzergenerierte Points of Interest sammelt und diese bewerten lässt), und Wikipedia, zusätzlich wurde Wikitude (ein eigenes Wiki mit Geodaten) gestartet, um weitere Informationen zu sammeln.

Qype und Wikipedia können auch als eigene Layer verwendet werden. Sprxmobile ist ein niederländisches Unternehmen und macht die Verwendung dieser Layer durch eine eigens entwickelte Plattform möglich. Dabei handelt es sich um eine offene Plattform, auf der Entwickler, ihre eigenen Layer erstellen können. Beispiele sind das zuvor genannten Wikipedia und Qype; in Deutschland gibt es darüber hinaus noch die Immobiliensuche Wohnmap, um nur einige Beispiele zu nennen.

1 Mio. US-Dollar in nur 3 Monaten – Pizza Hut profitiert von iPhone Apps

Autor Info's mit anzeigen November 9th, 2009

Innerhalb von nur 3 Monaten konnte Pizza Hut einen Umsatz von 1 Millionen US-Dollar verzeichnen.  Dank Mobile Marketing par excellence konnte Pizza Hut bei seinen Kunden punkten und dies in doppelter Hinsicht. Pizza Hut hat ein iPhone App im App Store bereitgestellt mit dessen Hilfe die Kunden per Smartphone ihre Bestellung aufgeben können. Das Pizza Hut App wurde insgesamt 1 Millionen mal heruntergeladen. Der Erfolg ist ein Beleg für die genialität die dieses App an den Tag legt. Mit dem App kann der Nutzer seine Pizza selbst belegen, dies geschieht mit den üblichen iPhone Gesten.

Bei der Bestellung von Chicken-Wings können diese durch Schütteln mit der gewählten Soße vermengt werden. Um die Wartezeit, bis die Lieferug eintrifft, zu verkürzen können die Kunden den Pizza Hut Racer spielen.
Der Erfolg wird durch Fernsehwerbung und einem Rabatt von 20% bei der Bestellung über das App von Pizza Hut gefördert.
In der nächsten Zeit sollen auch Apps für das Android (Google), Blackberry (RIM) und den Palm Pre folgen.

Insgesamt kann man dabei von einem erfolgreichen Mobile Marketing Konzept, das seines gleichen sucht, sprechen. Mal schauen wann hier in Deutschland mit den ersten CopyCats zu rechnen ist.