Das mobile Internet eine Rückschau auf 2009 und der Ausblick auf 2010

Das mobile Internet ist spätestens im Jahr 2009 Massentauglich geworden.

Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 werben massiv mit TV-Spots für die neue Freiheit die einem das mobile Internet mit einem Smartphone und entsprechenden Apps liefern kann. Auch den Generationen die vor 1980 geboren wurden und sich nicht zu der  “Generation Y”,  “Digital Natives” oder “Millennials” zählen, sollte nun klar werden, welche Vorteile das mobile Internet bietet. Der ehemalige Traum vom mobilen Internet wird nun wahr. Wer den TV-Spots bisher tapfer trotzte, da er in der digitalen Welt zwischen zwitschernden News von Twitter, dem anstupsenden Freunden bei Facebook und den neuesten Videos auf Youtube herumtreibt und zwischendurch einen Abstecher in die Blogosphäre macht hier nochmal eine kleine Zusammenfassung – obwohl für diese Zielgruppe sollten diese Spots schon wieder antiquiert wirken.

Die Internetflatrates sind im Jahr 2009 stark gesunken. So erhielt man im Jahr 2009 eine Internet-Monats-Flat bereits für ca. 15€, so berichtete der BVDW.

Die Kunden nehmen das Angebot auch vermehrt an. Die neuen Smartphones die nach dem revolutionären Debüt des iPhone auf den Markt kommen, bieten immer mehr Komfort um das mobile Internet zu nutzen. Diese Geräte haben große Displays, aktuell seien Smartphones mit bis zu 4,3 Zoll geplant. Die großen Displays mit den Touchscreens haben Auflösungen von bis zu 850 x 484 Pixel und können so komplette Internetseiten darstellen.

Die mobile Datennutzung steigt stetig an und es kann davon ausgegangen werden, das diese in nächster Zeit rasant noch weiter steigen wird. Der Smartphone-Markt boomt und wer ein solches Gerät erstmal in Händen hält wird auch die Apps nutzen um mobil zu sein. Der Datenhunger der mobilen Applikationen wird zunehmend größer da die Nutzer einfach nur “online” sein wollen und die Grenzen zwischen Büro, dem heimischen Internet und dem mobilen Internet verschwinden werden.

Bei Golem.de wird mit Verweis auf die Bundesnetzagentur berichtet, dass sich Zahl der Nutzer die regelmäßig das UMTS-Netz nutzten von 2005 bis 2008 fast versechsfacht hat. Das dabei aufkommende Datenvolumen hat sich im selbigen Zeitraum fast verfünzigfacht.

Doch kaum kommt das mobile Internet so langsam in Fahrt, schon tauchen die ersten Probleme auf. Die Mobilfunkanbieter stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Dies wurde interessanter Weise bereits 2007 in einer Studie vorhergesagt über die bei PC-Welt berichtet wurde. Die Zeit spricht vor einigen Tagen von der “Baustelle Datenautobahn.

Einige Mobilfunkunternehmen, darunter T-Mobile, Vodafone und O2 mit Telefonica im Rücken suchen bereits mit den Lieferanten von Mobilfunktechnik nach Lösungen für ein Netz der nächsten Generation. Das große Augenmerk in Deutschland liegt hierbei zum einen auf der Versteigerung der frei werdenden Lizenzen im zweiten Quartal 2010 – der sogennannten digitalen Dividende. Zum anderen stellt sich die große Frage, welche Mobilfunktechnik zum Tragen kommt. LTE (Long Term Evolution) wird aktuell in Europa getestet und ist seit Ende 2009 in Stockholm schon im Einsatz.

In den frei werdenden Frequenzen und der neuen Mobilfunktechnologie sehen die Mobilfunkunternehmen die Lösung der aufkommenden Kapazitätsprobleme. Auch wenn die Mobilfunkunternehmen dem Bedarf an mobiler Datenkapazität nicht sofort decken können scheint dies der “gesündere” Weg zu sein. Wenn man zurückblickt und sich die Unsummen ins Gedächnis ruft die beim Verkauf der UMTS Lizenzen aufgerufen wurden und den mangelnden Erfolg der von der Mobilfunkindustrie mit sehr hohen Marketing-Budgets propagiert wurde vergleicht, erinnert man sich schnell an den Flop des mobilen Internet Ende der 90er Jahre.

Doch einige Jahre zuvor hatten die Mobilfunkunternehmen mit Kapazitätsproblemen bei der Sprachübermittlung zu kämpfen. Zu dieser Zeit rechneten diese auch nicht mit dem enormen Erfolg und mussten schnell die Netze ausbauen und neue Technologien einführen um dem Bedarf bei der Sprachübermittlung gerecht zu werden.

Ein ähnliches Szenario erleben wir jetzt. Der Kunde erkennt den Nutzen, es werden entsprechende Endgeräte angeboten,  es existieren Dienste die einen echten Mehrwert bieten und die Kosten bleiben Dank Flatrate-Angeboten überschaubar.

Das mobile Internet hat die Startbahn verlassen, ist abgehoben und nun, getragen durch die Akzeptanz der Kunden,  auf seinem Steigflug Richtung “Reiseflughöhe”.

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